Finanzierung

Aktionsgruppe Bildungsprotest gründet sich in Passau

Motiv "Uni brennt"Angesichts der angespannten Lage in der deutschen Hochschullandschaft besteht die Notwendigkeit für neue Bildungsproteste in der Bundesrepublik. Am 17.11.2011 werden wieder an einer Vielzahl deutscher Städte Schülerinnen und Schüler, Studierende und Auszubildende auf die Straße gehen um für ein besseres, gerechteres Bildungssystem zu streiten. Stell sich nur die Frage: Was passiert in Passau?

Die Antwort gibt es hoffentlich am 27.10.2011 im NK RS 205 um 20 Uhr. Dort soll sich eine unabhängige Protestgruppe von interessierten Studierenden gründen. Der SDS.Die Linke untersützt dieses vorhaben und ruft alle Studierenden auf sich der Gründung dieser neuen Gruppe anzuschließen.

StuPa folgt dem SDS.DIE LINKE: HiWi-Löhne sollen steigen

Nach dem Willen des Studierendenparlaments soll für studentische Hilfskräfte ein gestaffeltes Tarifsystem mit insgesamt höheren Löhnen eingerichtet werden.

Damit schloss sich das StuPa in seiner 4. ordentlichen Sitzung am 3. Februar einer unserer Wahlkampfforderungen an. Außer einer Erweiterung hinsichtlich der Lehramtsstudierenden und einem allgemein gehaltenen Vorwort blieb der Antrag unverändert. Insbesondere der weltfremde Antrag der LHG, das Ausmaß der Erhöhungen den Lehrstühlen zu überlassen, fand keine Zustimmung.

Es liegt nun an AStA und StuPa-Präsidium unsere Forderung gegenüber der Unileitung durchzusetzen. Weiterlesen

Es wird alles nur noch schlimmer

Ihr müsst in eurer wichtigsten Vorlesung schon wieder auf der Treppe sitzen? Ihr habt keinen Platz mehr in eurem Lieblingsseminar bekommen? Ihr müsst 4 Monate auf die Korrektur eurer Prüfung warten?

Solche Szenarien kommen uns, den Passauer Studierenden, leider ziemlich bekannt vor. Wir regen uns täglich darüber auf, wir halten die Zustände für unerträglich.

Aber nein! Diese Zustände sind himmlich, denn es könnte bald noch viel schlimmer kommen. Weniger Fachpersonal, weniger Tutorien, noch vollere Veranstaltungen, noch längere Korrekturzeiten, mehr Studiengebühren – das alles könnte schon bald auf uns zukommen. Wer daran Schuld ist?
Nein, mal nicht die Unileitung, sondern ein landesweiter Beschluss der bayrischen Bildungspolitiker. So muss die Uni Passau wohl bald 214 000 Euro einsparen, wenn nicht noch mehr.

Das dürfen wir uns nicht gefallen lassen!

Was genau uns da bevorsteht und was wir dagegen tun können, erfahren wir alle am Mittwoch, 3.11. um 20 Uhr im HS 5 WIWI. Lasst uns zahlreich erscheinen, es geht um unser Studium!

Schluss mit Extrawurst!

StipendiatInnen bekommen an der Uni Passau eine ganz besondere Extrawurst gebraten: sie werden von den Studiengebühren befreit. Das heißt, sie bekommen zusätzlich zu ihrem ersten Stipendium ein „zweites Stipendium“ in Höhe von umgerechnet 80,83 pro Monat. Der Haken daran? Das „zweite Stipendium“ zahlt nicht etwa die Studienstiftung oder der Staat – nein, alle nichtbefreiten Studierenden kommen dafür auf!

Unsere Solidarität gilt vor allem den sozial schwachen. Darum zahlt ein Passauer Studierender 2010 von den 485 € Studiengebühren 315 € für sich selbst und 170 € für aus sozialen Gründen befreite Studierende (eigenes Kind, …). Aber warum sollten wir mit jenen solidarisch sein, die durch ihr Stipendium (etwa der ihnen sonst zustehende BAföG-Satz + bald 300 € bedarfsunabhängiges „Büchergeld“) ohnehin schon zu den „Besserverdienern“ unter den Studierenden zählen? StipendiatInnen gebührt Anerkennung für ihre Leistung und ihr soziales Engagement, aber kein unsolidarisches „zweites Stipendium“! Die Mehreinnahmen müssen vielmehr in die sofortige Senkung der Studiengebühren fließen.

Studiengebühren gehören abgeschafft! Aber solange es sie gibt, fordern wir: Schluss mit Extrawurst, Studiengebühren für alle gleich: 450 €.

Bist du auch für eine gerechte Lastenverteilung? Dann komm am 4.11., 20:00 Uhr ins Studierendenparlament, Raum 403 NK, und unterstütze unseren Antrag!

Keine Umverteilung von unten nach oben!

Auf unseren Antrag hin, wird sich das StuPa am 04.11. mit der Senkung der Studiengebühren durch Streichung von Befreiungsmöglichkeiten befassen. In einem ersten Beitrag möchten wir zunächst unsere Kritik am bestehenden System erläutern.

Das “Passauer Stipendiensystem”

Der Senat hat ein universitätsweites Stipendienprogramm beschlossen, das bereits zum Sommersemester 2007 in Kraft trat. Ziel dieses Programms ist es, Stipendiaten eines anerkannten Begabtenförderungswerkes (im WS 08/09 4,9 % der Studierenden) durch die Befreiung von den Studiengebühren finanziell zu unterstützen. Diese “Zweitstipendien” in Höhe von 80,83 Euro pro Monat werden von den Studiengebührenzahlern (64,1 % der Studierenden) der Universität finanziert. Indem für die breite Masse finanzielle Hindernisse für Aufnahme und Durchführung eines Studiums aufgebaut werden, sollen so Anreize für Spitzenleistungen (Art. 71 Abs. 5 Satz 3 BayHschG) geschaffen werden.

“Wer hat dem wird gegeben”

Das Passauer Stipendienprogramm ist ähnlich umstritten wie sein nationales Pendant:

Da es an die Förderung durch ein anerkanntes Begabtenförderungswerk anknüpft, ist das Passauer Programm der gleichen Kritik ausgesetzt, wie sie gegen die gängige Praxis der Stipendienvergabe jener Förderungswerke immer wieder vorgebracht wird. Nach einer Studie des Hochschul-Informations-Systems aus dem Jahr 2008 ist der Anteil der begüterten Akademikerkinder im Vergleich zu deren Anteil unter allen Studierenden besonders hoch, bei Kindern aus der “Unterschicht” ist er besonders niedrig. Weiterlesen

Bundesregierung kürzt BAföG

Anlässlich der Ergebnisse der heutigen Bundesratssitzung erklärt Ben Stotz, Mitglied im Bundesvorstand des Studierendenverbandes DIE LINKE.SDS:

“Stipendien für Reiche werden subventioniert, die Erhöhung des BAföG für Hunderttausende Studierende dagegen aufgeschoben. Der Verzicht auf den Inflationsausgleich bedeutet de facto eine Kürzung des BAföG zum Wintersemester. Die Bundesregierung hat damit ihr Versprechen, nicht im Bildungsbereich zu kürzen, gebrochen.

Die Erhöhung des BAföG ist durch den Bildungsstreik erkämpft worden. Es ist eine ungeheure Provokation gegenüber der Schüler- und Studierendenbewegung, dass die Regierung das unsoziale Stipendienprogramm rettet, während die BAföG-Erhöhung ungewiss bleibt. Finanziell schwächere Schüler und Studierende sind damit eindeutig vom Sparkurs der Regierung betroffen.

DIE LINKE.SDS wird sich deshalb an der Mobilisierung zu den geplanten Krisenprotesten beteiligen und ruft alle Studierendenverbände und Bildungsstreikbündnisse zum Kampf gegen die Schwarz-Gelbe Regierung auf.”

siehe auch: