Erreichtes
Wie wir uns im Studierendenparlament für euch einbringen
Für eine gerechtere Lastenverteilung der Studiengebühren – abgelehnt
Auf unseren Antrag hin, hat sich das StuPa mit einer Reformierung der Befreiungsmöglichkeiten befasst. Hier liefern wir Gründe für die Reform und freuen uns auf eine rege Diskussion.
Der Antrag wurde mit den Stimmen des bürgerlichen Lagers, der Fachschaften und einiger Jusos abgelehnt.
StipendiatInnen bekommen an der Uni Passau eine ganz besondere Extrawurst gebraten: sie werden von den Studiengebühren befreit. Das heißt, sie bekommen zusätzlich zu ihrem ersten Stipendium ein „zweites Stipendium“ in Höhe von umgerechnet 80,83 pro Monat. Der Haken daran? Das „zweite Stipendium“ zahlt nicht etwa die Studienstiftung oder der Staat – nein, alle nichtbefreiten Studierenden kommen dafür auf!
Unsere Solidarität gilt vor allem den sozial Schwachen. Darum zahlt ein Passauer Studierender 2010 von den 485 € Studiengebühren 315 € für sich selbst und 170 € für aus sozialen Gründen befreite Studierende (eigenes Kind, …). Aber warum sollten wir mit jenen solidarisch sein, die durch ihr Stipendium (etwa der ihnen sonst zustehende BAföG-Satz + bald 300 € bedarfsunabhängiges „Büchergeld“) ohnehin schon zu den „Besserverdienern“ unter den Studierenden zählen? StipendiatInnen gebührt Anerkennung für ihre Leistung und ihr soziales Engagement, aber kein unsolidarisches „zweites Stipendium“! Die Mehreinnahmen müssen vielmehr in die sofortige Senkung der Studiengebühren fließen.
Studiengebühren gehören abgeschafft! Aber solange es sie gibt, fordern wir: Schluss mit Extrawurst, Studiengebühren für alle gleich: 450 €.
Lohnerhöhung und gestaffeltes Entgelt für HiWi – angenommen.
Auf unsere Initiative hin hat sich das Studierendenparlaments für gestaffeltes Tarifsystem mit insgesamt höheren Löhnen ausgesprochen.
Damit schloss sich das StuPa in seiner 4. ordentlichen Sitzung am 13. Februar einer unserer Wahlkampfforderungen an. Außer einer Erweiterung hinsichtlich der Lehramtsstudierenden und einem allgemein gehaltenen Vorwort blieb der Antrag unverändert. Insbesondere der weltfremde Antrag der LHG, das Ausmaß der Erhöhungen den Lehrstühlen zu überlassen, fand keine Zustimmung.
Studentische Hilfskräfte verdienen an der Uni Passau derzeit einheitliche 7 €. Dabei ist es egal, ob man nur Zeitschriftenartikel kopiert oder wissenschaftliche Arbeit verrichtet. An anderen Universitäten hingegen sind die Löhne der Hiwis gestaffelt. Damit kann die vergleichsweise bessere Leistung eines Hiwis im fortgeschrittenen Studium angemessen gewürdigt werden. In unseren Forderungen orientieren wir uns deshalb am Modell der Uni Würzburg.
- Tarifgruppe 1: 8,00€ für studentische Hilfskräfte in einem Bachelorstudiengang bzw. ohne Hochschulabschluss.
- Tarifgruppe 2: 8,50 € für Studierende ohne Hochschulabschluss in höheren Semestern (ab dem 7. Fachsemester) in nicht modularisierten Studiengängen, bei Erfüllung der jeweiligen fakultätsspezifischen Zusatzbedingungen (bei Juristen z.B. alle 3 großen Scheine).
- Tarifgruppe 3: 9,00 € für nebenberufliche wissenschaftliche Hilfskräfte mit Bachelorabschluss.
- Tarifgruppe 4: 11,00 € für nebenberufliche wissenschaftliche Hilfskräfte mit einem Diplom-, Magister- und Staatsexamens- oder mit Masterabschluss sowie für in einem Promotionsstudiengang immatrikulierte nebenberufliche wissenschaftliche Hilfskräfte, die die Zulassungsvoraussetzung zur Promotion nach der jeweiligen Promotionsordnung erfüllen.
Es liegt nun an AStA und StuPa-Präsidium unsere Forderung gegenüber der Unileitung durchzusetzen.
Latein ins Sprachenzentrum – angenommen
Wir fordern dass Sprachenzentrum auf, die Verantwortung für die Lateinkurse zu übernehmen.
Unser Antrag wurde in der 3. ordentlichen Sitzung vom StuPa angenommen. Die Umsetzung wird bis jetzt aber von der Hochschulleitung abgelehnt, weil der betreffende Professor einen “unfreundlichen Brief” geschrieben habe.
Für mehrere Studiengänge an der Universität Passau wird Latein vorausgesetzt, beziehungsweise muss Latein als studienbegleitende Qualifikation erworben werden, beispielsweise beim Lehramt Gymnasium für die Fächer Deutsch, Englisch, Französisch, Geschichte, beim Bachelor Historische Kulturwissenschaft (§ 3 StuPO) oder beim Master Geschichte (§ 3 StuPO).
Derzeit wird Latein zwar an der Universität angeboten, jedoch nicht über das Sprachenzentrum, sondern über die Professur für Alte Geschichte. Die Kurse sind auf 2-3 Semester ausgerichtet, wobei das dritte Semester als reines Vorbereitungssemester für die Latinumsprüfung konzipiert ist.
Im Vergleich dazu könnte die Ausbildung am Sprachenzentrum an die bestehenden Strukturen angeglichen werden, was die Sprachausbildung für die Studierenden entzerren würde. Der Aufwand, die Sprache zu erlernen, muss dringend beachtet werden, da das Studium der lateinischen Sprache nicht in den Studienplänen verortet ist und somit zusätzlich zum Studium der in den Studien- und Prüfungsordnungen verorteten Kurse geleistet werden muss.
Es ist außerdem nicht zu rechtfertigen, die Verantwortung für diese Kurse – organisatorisch als auch finanziell – weiterhin einer Professur aufzubürden.
Kultur: Fotoausstellung “La memoria vive”
Seit den Ermittlungen des spanischen Richters Baltasar Garzón gegen hohe Entscheidungsträger der Franco-Diktatur im Jahre 2008 wird auf der iberischen Halbinsel kontrovers über die Vergangenheit der recht jungen Demokratie diskutiert.
Garzón hat es sich zur Aufgabe gemacht franquistische Verbrechen, vor allem in der frühen Phase nach dem Bürgerkrieg, aufzudecken. Dafür ließ er, gemeinsam mit Hilfsorganisationen und Opferverbänden, Massengräber in ganz Spanien ausheben. Dieses Vorgehen löste Empörung und Widerstand bei rechten Gruppierungen in Spanien aus, bis hin zu Klagen wegen Rechtsbeugung.
Die Exhumierung der Ermordeten hatte ein kontroverses Medienecho zur Folge. Dabei überschattete die Politik oftmals den eigentlichen Zweck der Ausgrabungen: den Menschen, die in den dunkelsten Jahrzehnten der europäischen Geschichte zur Republik und zur Demokratie standen und dafür ermordet wurden, ein würdiges Grab zu verschaffen. mehr…
Bildungsstreik 2009
Beim Bildungsstreik 2009 haben wir zusammen mit der Studierendenvertretung, der GHG und den Jusos sowie mit Hilfe vieler von Hochschulgruppen unabhängiger Studentinnen und Studenten alle Forderungen durchsetzen können, die an der Universität Passau schnell umgesetzt werden können. Weiterhin hat Präsident Prof. Dr. Walter Schweitzer zugesagt, unsere bundesweiten Forderungen zu artikulieren.
AG Bologna 2
Hannes Niedermeier wurde vom Konvent als Vertreter für die Arbeitsgruppe Bologna gewählt, bei der Vertreter der Hochschule und Studierende die Forderungen des Bildungsstreiks diskutieren und Umsetzungsmöglichkeiten erarbeiten.
