Erreichtes

Wie wir uns im Studierendenparlament für euch einbringen

HiWi-Löhne steigen, Stipendiaten-Privilegien werden abgeschafft

Links wirkt: An der Uni Passau werden auf Antrag des SDS.DIE LINKE die Löhne hunderter HiWis erhöht. Auch bei den Studiengebühren gehen Studierendenvertretung und Unileitung daran, unsere Anträge umzusetzen.

Manchmal brauchen gute Ideen ein wenig, bis sie sich durchsetzen. An der Uni Passau haben wir das kürzlich gleich zweimal erlebt. Am 13.02.2011 verabschiedete das Studierendenparlament unseren Antrag zur Erhöhung der HiWi-Löhne, zum 01.04.2012 kommt nun tatsächlich eine Erhöhung. Noch älter ist unser Antrag zur Abschaffung unsinniger Eliten-Privilegierung. Nachdem wir ihn am 22.07.2010 zum ersten Mal im Studierendenparlament vorstellten brauchte die Juso HSG bis zum 01.12.2011 um ihn abzuschreiben.

HiWi-Löhne: Mit Trippelschritten in die richtige Richtung

Wer jetzt glaubt, die Unileitung hätte sich entschlossen, HiWis gerecht zu entlohnen, den müssen wir leider enttäuschen. Das Grundgehalt aller HiWis bleibt unverändert bei 7 €/Stunde. Eine Veränderung ergibt sich nur für erfahrene studentische Hilfskräfte. Künftig 9 €/Stunde erhalten demnach Hilfskräfte:

  • mit einem Bachelor-Abschluss
  • ab dem 7. Semester für Jurastudierende, wenn sie die drei großen Scheine abgelegt haben
  • ab dem 7. Semester für Lehramtsstudierende nicht vertieft (alte und neue LPO) oder vertieft (neue LPO)
  • mit Bestehen der Zwischenprüfung in beiden Fächern für Lehramtsstudierende vertieft (alte LPO)

Studierende in Bibliothek und Sportzentrum bleiben bei der Erhöhung ganz außen vor.

Damit bleibt die Uni hinter unserem Antrag zurück. Wir hatten auch eine Steigerung des Grundgehalts gefordert. Die Unileitung zeigt sich damit nicht nur angesichts der allgemeinen Mindestlohndebatte nicht auf der Höhe der Zeit, sondern fällt auch im Vergleich zum Studentenwerk zurück. Wer dort in der Mensa aushelfen will, kann schon ab dem ersten Semester mit 9 €/Stunde rechnen (Mustervertrag StwNO). Es wird immer wieder argumentiert, ein HiWi-Job lohne sich wegen der Kontakte zu Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern trotzdem. Wer schon immer wissen wollte, was die so wert sind, hat es jetzt schwarz auf weiß: 2 €/Stunde.

Unser langfristiges Ziel in der HiWi-Entlohnung bleiben Berliner Verhältnisse: 10,98 € (laut TV-Stud II).

Studiengebühren: Jusos schreiben ab ohne rot zu werden

Unser Flyer vom 25.10.2010

Diese Initiative hat das Studierendenparlament wahrlich lang beschäftigt. Nachdem es der vorletzte und der letzte Konvent bereits ablehnten, Stipendiaten_innen, Studierenden-vertreter_innen und Bestnoten-Absolventen_innen die Befreiung von den Studiengebühren wieder zu entziehen, konnte sich diese Studierendenvertretung dann doch durchringen (Protokoll). Stipendiaten sollen in Zukunft wie alle anderen auch Studiengebühren zahlen.

Besonders interessant ist die Rolle der Jusos in dieser Entwicklung. Augenscheinlich hat sich die Gruppe in den letzten zwei Jahren nach links bewegt (was zu begrüßen ist). Vor zwei Jahren war sie noch vollends gespalten. Letztes Mal musste sie sich immerhin noch mit einigen Abweichler_innen beschäftigen. Diesmal stellte sie sogar den Antrag. Warum sie allerdings erst den Stipendiaten_innen die Pfründe beschnitten und nicht vorher bereis die eigenen Privilegien als Studierendenvertreter abschafften, bleibt wohl ihr Geheimnis.

Zu uns hatten sie auch etwas zu sagen:

Im Gegensatz zu den Anträgen der letzten Jahre, die vom Sozialistisch-Demokratischen Studierendenverband (SDS.DIE LINKE) ausgearbeitet und eingebracht wurden, war der aktuelle Antrag der Juso-Hochschulgruppe nicht an weitere Bedingungen geknüpft worden. Der erste Antrag des SDS.DIE LINKE sah durch die zusätzlichen Einnahmen eine Beitragsentlastung für BAföG-EmpfängerInnen vor, der zweite Antrag eine Entlastung für alle Studierenden.

Dazu das Protokoll:

Claire stellt den Antrag [der Jusos] vor (Gleichberechtigung, dadurch Absenkung für alle)

Wir haben jedenfalls nur einen Antrag gestellt (in der zählweise der Jusos den zweiten), mit dem sich das Studierendenparlament aber erst im dritten Anlauf beschäftigen wollte. Eine gezielte Entlastung der BAföG-Empfänger_innen ist schon rechtlich nicht möglich, weshalb wir es nie forderten.

Die Originalität des Juso-Antrags soll jeder selbst beurteilen. Wir freuen uns jedenfalls sehr über ihre wiedergewonnene linke Überzeugung und möchten die Jusos an dieser Stelle ermuntern, auch noch den Rest unseres Antrag oder am besten gleich unser ganzes Programm abzuschreiben.

Wir bleiben bei unserer Forderung, die durch die Beseitigung der Privilegien gewonnenen Mittel allen Studiengebührenzahlern zu Gute kommen zu lassen und die Gebühren zu senken.


Latein ins Sprachenzentrum – angenommen

Wir fordern dass Sprachenzentrum auf, die Verantwortung für die Lateinkurse zu übernehmen.

Unser Antrag wurde in der 3. ordentlichen Sitzung vom StuPa angenommen. Die Umsetzung wird bis jetzt aber von der Hochschulleitung abgelehnt, weil der betreffende Professor einen “unfreundlichen Brief” geschrieben habe.

Für mehrere Studiengänge an der Universität Passau wird Latein vorausgesetzt, beziehungsweise muss Latein als studienbegleitende Qualifikation erworben werden, beispielsweise beim Lehramt Gymnasium für die Fächer Deutsch, Englisch, Französisch, Geschichte, beim Bachelor Historische Kulturwissenschaft (§ 3 StuPO) oder beim Master Geschichte (§ 3 StuPO).

Derzeit wird Latein zwar an der Universität angeboten, jedoch nicht über das Sprachenzentrum, sondern über die Professur für Alte Geschichte. Die Kurse sind auf 2-3 Semester ausgerichtet, wobei das dritte Semester als reines Vorbereitungssemester für die Latinumsprüfung konzipiert ist.

Im Vergleich dazu könnte die Ausbildung am Sprachenzentrum an die bestehenden Strukturen angeglichen werden, was die Sprachausbildung für die Studierenden entzerren würde. Der Aufwand, die Sprache zu erlernen, muss dringend beachtet werden, da das Studium der lateinischen Sprache nicht in den Studienplänen verortet ist und somit zusätzlich zum Studium der in den Studien- und Prüfungsordnungen verorteten Kurse geleistet werden muss.

Es ist außerdem nicht zu rechtfertigen, die Verantwortung für diese Kurse – organisatorisch als auch finanziell – weiterhin einer Professur aufzubürden.


Kultur: Fotoausstellung “La memoria vive”

Seit den Ermittlungen des spanischen Richters Baltasar Garzón gegen hohe Entscheidungsträger der Franco-Diktatur  im Jahre 2008 wird auf der iberischen Halbinsel kontrovers über die Vergangenheit der recht jungen Demokratie diskutiert.

Garzón hat es sich zur Aufgabe gemacht franquistische Verbrechen, vor allem in der frühen Phase nach dem Bürgerkrieg, aufzudecken. Dafür ließ er, gemeinsam mit Hilfsorganisationen und Opferverbänden, Massengräber in ganz Spanien ausheben. Dieses Vorgehen löste Empörung und Widerstand bei rechten Gruppierungen in Spanien aus, bis hin zu Klagen wegen Rechtsbeugung.

Die Exhumierung der Ermordeten hatte ein kontroverses Medienecho zur Folge. Dabei überschattete die Politik oftmals den eigentlichen Zweck der Ausgrabungen: den Menschen, die in den dunkelsten Jahrzehnten der europäischen Geschichte zur Republik und zur Demokratie standen und dafür ermordet wurden, ein würdiges Grab zu verschaffen. mehr…


Bildungsstreik 2009

Beim Bildungsstreik 2009 haben wir zusammen mit der Studierendenvertretung, der GHG und den Jusos sowie mit Hilfe vieler von Hochschulgruppen unabhängiger Studentinnen und Studenten alle Forderungen durchsetzen können, die an der Universität Passau schnell umgesetzt werden können. Weiterhin hat Präsident Prof. Dr. Walter Schweitzer zugesagt, unsere bundesweiten Forderungen zu artikulieren.

AG Bologna 2

Hannes Niedermeier wurde vom Konvent als Vertreter für die Arbeitsgruppe Bologna gewählt, bei der Vertreter der Hochschule und Studierende die Forderungen des Bildungsstreiks diskutieren und Umsetzungsmöglichkeiten erarbeiten.