Wohnungsnot
Die Studentenwerke ermöglichen es Studierenden, kostengünstig zu leben vor allem in Ländern mit Studiengebühren. Viele Studierende sind auf die soziale und wirtschaftliche Infrastruktur der Studentenwerke angewiesen. Das Angebot der Studentenwerke umfasst u.a. die Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums, die Beratung Studierender, Hilfestellung zur Studienfinanzierung und vor allem die Verpflegung an den Hochschulen. Die Länder sind verpflichtet, die dazu notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen.
Dieser Verantwortung wollen sich die Länder jedoch schleichend entziehen. Die Studentenwerke, und damit die Studierenden, sind immer wieder von Kürzungen betroffen, aktuell in Bayern. Hier wurde der Mensazuschuss um 35 % gesenkt. Die Folgen für die ohnehin knapp finanzierten Studentenwerke sind katastrophal. Das Geld, was bisher vom Freistaat kam, muss nun an anderer Stelle aufgebracht werden – bei den Studierenden. Auf lange Sicht bedeutet das den Anstieg von Mensapreisen, Mieterhöhungen in den Studentenwohnheimen und die Erhöhung des Studentenwerkbeitrages. Den durch Studiengebühren bereits stark belasteten Studierenden werden so noch übermäßig steigende Lebenshaltungskosten zugemutet.
Die stabile Finanzierung der Studentenwerke darf aber nicht allein Aufgabe der Studierenden sein. Das ist zuvörderst die Pflicht des Staates. Er muss allen Bürgern kostengünstige, besser noch kostenlose, Bildung ermöglichen.
Wir fordern, dass die Finanzierung der Studentenwerke durch einen ausreichenden Zuschuss von Seiten des Staates gewährleistet wird.
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